Der grosse Medizinmann – oder: Krank bleibt krank

Was gestern noch so positiv klang, wurde binnen eines Tages quasi zu nichte gemacht. Magenprobleme, nicht wirklich drauf eingegangen. Vielleicht mal Stuhlprobe. Die kann er sich selbst aus dem Klo holen. Ich habe kein Klo, wo man das was hinten rauskommt erst auf einer Ablage landet um es dann genaustens studieren zu können. Bei mir landet alles unten im Abfluss und je nach Konsistenz und Größe ist das meiste da schonmal schnell im Knick zum Abwasseranschluss verschwunden und wartet auf die sanfte Welle die ES Richtung Kanalisation befördert.

Statt dessen Blutdruck. Ja, auch wichtiges Thema, aber sollte man sich nicht erstmal um die akuten Sachen kümmern? Wozu redet man denn darüber wo einem am meisten der Schuh drückt?

An eine Lungensportverordnung ist da gar nicht erst zu denken gewesen. Zwischenzeitlich Gespräche mit dem Lungenarzt und selbst Information zu dem Thema. Für die Verordnung gibt es spezielle Formulare mit sechs Untersuchungen. Von denen ist gerade mal eine erfüllt. Der Lungenfunktionstest mit der Bronchenuntersuchung. Der Rest müsste noch gemacht werden. Dies erforderter mehrere Termine. Versuch mal kurzfristig bei einem Lungenarzt dafür Termine zu machen, auch wenn dieser noch so gut ist, kann auch der sich nicht klonen und damit wäre nichts vor dem mit Glück Ende des zweiten Quartals eher aber dritten Quartal zu machen. Wieder Monate die ins Land gehen würden.

Und da erzählen unsere Kommunalpolitiker noch, wir seien in unserer Region gut medizinisch aufgestellt. Hausarztwechsel scheitern, weil andere Hausärzte einfach keine neuen Patienten mehr annehmen, da deren Praxen schon übervoll sind. Und das wird noch Lustiger wenn sich in Nachbargemeinden, wie Berkatal, Meißner nichts ändert, dort Praxen wegen des Altes schließen und die Leute auch noch zu uns in die Stadt kommen.

Es mag schön sein, das man von vielen Fachsparten hier Mediziner vor Ort hat. Wenn dies aber dann der einzige ist, kann der sich entweder zu Tode arbeiten oder – wie es meistens dann ist – so überhaupt noch Patienten aufgenommen werden, kannst Du selbst für Ersttermine dann Monate Wartezeit einrechnen.

Für die Patienten ist sowas ein schlechter Witz. Die wollen eigentlich nur Gesund werden. Aber letztlich heißt es: Krank bleibt Krank.

Wie es bei mir weitergehen soll? Keine Ahnung. Meine Alternativen sind aufgebraucht.

Bild: canva

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Norbert Beck

Author: Norbert Beck

Einst war er schlank, man sah es aber nicht. Dann befiehl ihn der Spirit of the Hawk. Nun ist er nur noch Norbert Beck und will eigentlich nur eins: Gesund werden.

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