Zum Thema Ernährung

Ohne eine Ernährungsumstellung kein Abnehmen. Irgendwoher müssen ja die Pfunde hergekommen sein. In der Regel sind die Gründe recht einfach: Entweder es wurde Zuviel und Zuviel vom falschen in sich reingestopft oder die Komponente Sport wurde vergessen oder ist irgendwann untergegangen. Selten gibt es medizinische Gründe, warum Menschen auf normalen Wegen nicht abnehmen können.

Die Grundbedingung für das Abnehmen ist das oben weniger rein kommt, als der Gevatter Körper am Tag so verbraucht. Ist das der Fall, muss er in den Bauchfalten nachkucken und verbrennt die Snickers und Chips die es da eingelagert hat. Sport hilft dabei das Kaloriendefizit zu vergrößern, aber auch andere gesundheitliche Probleme zu verkleinern. Daher gehen zahlreiche Mediziner die Probleme mittlerweile ganzheitlich an.

Vor zehn Jahren habe ich mit Insulintrennkost – auch bekannt als Schlank im Schlaf – sehr gute Erfolge erzielt. „Schlank im Schlaf“ hört sich ein wenig an wie Goldmedaille ohne Training. Aber es steckt ein sehr ausgeklügeltes Konzept dahinter. Da gibt es einen Doc Pape und der sagt, nachts repariert und regeneriert der Körper sich. Die Energie dafür nimmt der Körper aus seinen Reserven, das funktioniert aber nur, wenn der Körper nicht dieses Insulin in rauen Mengen ausschüttet. Und um die Insulinausschüttung zu verhindern, sollte man abends keine (oder eher wenig) Kohlenhydrate zu sich nehmen.

Natürlich hat er da auch noch mehr Regeln aufgestellt. Wie regelmäßigen Sport und das man früh seiner Melatoninausschüttung nachgehen sollte und so weiter und sofort.

Viele der Regeln sind im Alltag nur schwer umzusetzen.

Das mit dem Sport ist in Arbeit. Und besser Schlafen wollte ich eh, nicht umsonst habe ich mir nach fast 20 Jahren eine neue Matratze gegönnt. Eine die mein Gewichtaushält und wo der Rücken nicht durchhängt. Und welch ein Wunder, der morgens steife Rücken und die ziehende Hüfte sind fast weg.

In Zeiten wo ich meine Mutter pflegte, fing nach 20 Uhr, wo sie im Bett lag, für mich der Tag erst an. Entsprechend unregelmäßig kam ich ins Bett und genauso regelmäßig stand ich gerädert am nächsten Morgen wieder auf. Mittlerweile ist es so, dass ich relativ regelmäßig vor 23 Uhr ins Bett komme, bequem mindestens 7-8 Stunden schlafe und das, wenn ich die letzte Nacht nehme gar nicht mal so schlecht, auch wenn meine neue Smart-Watch das anders sieht.

Nun muss sich auch beim Essen etwas ändern. Ich koche schon seit einiger Zeit wieder regelmäßig komplett selbst. Ich backe mein eigenes Brot. Stelle meinen eigenen Joghurt her. Das hat noch nicht viel mit guter Ernährung zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass ich gerne wissen möchte was in meinem Essen ist.

Viele Menschen machen beim Abnehmen dieselben Fehler.

Sie setzen Abnehmen mit Diät gleich.

Möööööp. Falsch. Sicher nimmt man durch eine Diät mit Glück ab, wobei ich auch Leute kenne die bei einer zweiwöchigen Diät volle 14 Tage verloren haben, aber keinen Gramm leichter wurden. Aber dauerhaft ist das nicht. Nach Ende der Diät wechseln viele wieder zu Ihren alten Gewohnheiten und nehmen wieder zu. Der berühmte Jojo-Effekt.

Wer Abnehmen will, muss bereit sein, seine Gewohnheiten und damit seine Ernährung komplett umzustellen und das möglichst Dauerhaft. Wer das schafft, hat gute Chancen Kilos zu verlieren und schlanker zu bleiben. Ob die Ernährung dann nach „Schlank im Schlaf“ erfolgt oder man ein Programm der Weight Watchers nutzt, oder wie sonst die Konzepte alle heißen mögen ist letztlich egal. Es muss für jeden passen. So wie für mich „Schlank im Schlaf“ passt, kann es für Dich Low Carb oder die chinesische Stäbchendiät sein. Du kennst die Diät nicht? Du isst Glasnudeln nur mit den Stäbchen. Bis Du es gelernt hast, hast Du sicher paar Mal einen leeren Magen gehabt und einige Kilos verloren.

Wichtig ist: Das Du etwas findest, was zu Dir passt und was Du dauerhaft durchhalten kannst.

Ich habe mir aktuelle Konzepte angesehen. Früher ist man daher gegangen und hat auf einem Schlag das ganze Leben eines Abnehmwilligen auf einem Schlag umgekrempelt. Dies hat sich bei einigen Konzepten geändert. Man liest öfter von einer 80:20 Umstellung. Heißt 80 % der Zeit wird sich treu nach dem neuen Ernährungsstil ernährt. 20 % der Zeit kann man sein Lieblingsessen essen.

Angeblich soll das dazu dienen, das die Leute dabeibleiben und nicht gleich zu Anfang schon den Korn in die Flinte schütten, oder war das die Flinte ins Korn werfen?

20% wären 1,4 Tage. Ein abstrakter Wert. Das hieße den einen Tag ab 14:24 dürfte man Essen was man wollte bis zum nächsten Tag um Mitternacht. Ich kenne auch Gesellen die daraus 4,8 Stunden am Tag machen und die liegen zufällig immer dann an den Zeiten wo man isst.

1,4 – ich hake hier die Nachkommastellen ab, heißt einen Tag in der Woche, wo ich mir meine Lieblingsessen gönne. Dieser Tag wird bevorzugt am Wochenende sein, wo ich a) Zeit habe gut zu Kochen und b) für bewegungsmässigen Ausgleich zu sorgen. Und von den Portionen wird es so bleiben, dass es in den Rahmen meiner Ziele passt.

Die restliche Zeit werde ich mich, wie vor 10 Jahren sehr frei an „Schlank in Schlaf“ halten. Wie gesagt, es gibt das zahlreiche Regeln die der Doc aufgestellt hast, die sogar soweit gehen das man bei McDonalds Schlank im Schlaf werden kann. Ich will aber nicht bei McDonalds Schlafen, das dürfte man bei den derzeitigen Corona-Bedingungen auch nicht, ich will schlanker werden.

Dennoch vereinfache ich wie seinerzeit die Regeln: Ich verzichte abends nicht komplett auf Kohlenhydrate, sondern spare die 4 größten Kohlenhydratcontainer aus: Nämlich Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot. So hat es vor 10 Jahren funktioniert und so wird es wieder passen.

Statt Schwein und Rind gibt es bevorzugt Geflügel und Fisch. Das verträgt mein Magen eh besser. Und es gibt mehr Gemüse.

Gut, an Brokkoli komme ich nicht mehr ran, seit meine Mutter mal fast ein Jahr in der Orthopädischen Klinik gelegen hatte. Freundlicherweise durfte ich – man wusste das ich voll berufstätig war und der Besuch in der 40 Kilometer entfernten Klinik immer viel Zeit fraß – meistens ein Resteessen essen. Das war ein Essen was zu viel aus der Küche kam und verschmäht wurde. Fast immer war bei diesem Essen Brokkoli dabei und immer gleich zubereitet. Seitdem hasse ich dieses grüne Etwas und weigere mich es als Gemüse zu bezeichnen. So hat jeder seinen Pferdefuß.

Genauso wie ich Sauerkraut nicht abkann, weil ich als Kind dazu gezwungen werde dies zu essen, obwohl es mir absolut nicht schmeckte. Meine Bezeichnung dafür ist Stroh. Weißkraut in Salaten oder diversen anderen Gerichten geht wieder.

Spinat hätte es mal genauso getroffen. Die Kunst meiner Eltern war Tiefkühlspinat in einen Topf zu geben zu erhitzen und dann mit Kartoffelstampf und Spiegelei zu servieren. Ich hasste diesen Spinat und das eine lange Zeit. Bis ich selbst zu kochen anfing und Blattspinat nahm, diesen mit Sahne, etwas Senf, Pfeffer und Zahl, ein wenig Muskat aufkochte. Ein vollkommen anderer Geschmack. Lecker.

Meine Küche ist noch nicht 100% einsatzfähig. Mein Ziel ist das sie es um Ostern herum sein wird. Dazu müssen paar Fliesen verschwinden, Regale aufgebaut werden. Meine schönen Helfer ihre festen Plätze bekommen, zu denen ein Elektrogrill mit Backeinsatz, eine Heissluftfriteusse, ein Dampfgarer, eine Haushaltsmaschine, ein Eisen wo sich mit verschiedensten Einsätzen Waffeln, Sandwiches oder gar Bagels selbst erstellen lassen und als Krönung ein Backautomat und eine Eismaschine. Ich freue mich schon, wenn die Küche in Vollbetrieb geht.

Das Essen wird wöchentlich anhand der Angebotszettel und saisonalverfügbaren Produkten geplant. Dies hat den Vorteil gut und günstig einzukaufen und Reste zu vermeiden.

Teilweise werde ich für die Arbeit vorkochen. Je nachdem ob es mittags warmes Essen geben soll oder abends.

Ihr merkt. Es geht Step-by-Step voran. Um das Schlafen wurde sich gekümmert, jetzt ist das Essen dran und bis heute in einer Woche klärt sich auch, wie es mit der Bewegung weitergeht.

Bild: canva

Hat Dir Gefallen was Du gelesen oder gesehen hast? Dann teil den Beitrag doch einfach in den sozialen Medien.
Kommentare zu den Beiträgen sind immer gerne willkommen.
Du hast Tipps oder Anregungen? Dann schreib mir doch unter blog@norbx.de.
Sei der erste der diesen Beitrag teilt!
Share:
Norbert Beck

Author: Norbert Beck

Einst war er schlank, man sah es aber nicht. Dann befiehl ihn der Spirit of the Hawk. Nun ist er nur noch Norbert Beck und will eigentlich nur eins: Gesund werden.

Related Articles

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.