Meine Woche – Woche 14/2021

Diese Woche war zäh. Ostern war zum glück vorbei. Am Montag gab es Resteessen vom Vortag. Etwas aufräumen, etwas zusammenbauen. Dazu mäßiges Wetter. Irgendwie passte das. Immerhin es geht langsam voran.

Kochmässig war es eine Restewoche. Resttomaten, Rest-Zucchini, Rest-Eier wurden zu einem mediterranen Rührei. Der Versuch eines Eiweissbrotes wurde etwas klebrig. Die Hähnchen-Keulchen schmeckten mit einem schnellen Feldsalat an einem Saure Sahne-Senf-Dressing. Das Wochenfinale war dann Geflügelbratwurst mit überbackenem Blumenkohl und gestern Hähnchenfrikadellen mit Tex-Mex-Reis (mit Mais, Erbse und Paprika) von dem es die Reste heute gibt.

Lecker wurde auch mein Sonnenblumenkern-Brot. Wobei ich da doch langsam mal auf suche nach einer Erneuerung für meinem Sauerteig bin.
Eine leichte Enttäuschung war die Blutdruck-Medikation. Ich musste unter der Woche dann doch, die vom Doc erlaubten Dosenerhöhungen anwenden, die nicht wirklich Erfolg brachten. Am Wochenende zuhause, geht es Häppchenweise. Machen bis irgendwo Schmerzen auftauchen, dann 15-20 Min. Pause. Das ist nicht so stressig, wie eine normale Arbeitswoche. Und schwupps gingen die Werte von einem sehr guten Bereich, wieder etwas höher. Zwar nicht so hoch wie beim Doc, aber nervig.

Wobei das Blutdruckmessgerät mich in den Wahnsinn treibt.

Bei meiner Laufuhr bin ich so verfahren, dass ich die Woche über meine Trainings gemacht hab und irgendwann am Wochenende habe ich das ganze ausgelesen. Genauso wollte ich es mit dem Blutdrucksmesser machen. Freitag also Einlesen. Und mit einem Schlag kam mir das Gerät mit 14 Werten ohne Datum und Uhrzeit an. Ein Glück das ich die Werte anhand von Sicherheitscreens zuordnen konnte. Aber so hat man gelernt… Werte sofort ans Handy übertragen. Nerv.

Ich muss zugeben, dass ich nicht gut warten kann. Wenn ich etwas habe, irgendwas am Laufen ist, dann möge es bitte sofort passieren. Genau so ging es mir etwa mit der Verordnung zum Reha-Sport.

Lange hatte ich dafür gekämpft, letztlich habe ich sie bekommen, der Dienstleister hat seine Vermerke angebracht, das Ding ist bei der Krankenkasse eingegangen. Nun brauchte ich nur noch die Bestätigung der Kasse zurück.

Kennt Ihr noch den Moment an Weihnachten, wo das Wohnzimmer mit dem Tannenbaum abgesperrt war und man darauf wartete das das Glöckchen läutete und andeutete das das Christkind die Geschenke gebracht hat. Die Spannung war kaum zu ertragen.

Genau diese Spannung hatte ich jeden Tag in der letzten Woche, wenn ich heimgekommen bin und in den Briefkasten geguckt habe. Besonders schlimm, war es an einem Tag, wo mich noch eine Nachbarin angequatscht hatte und scheinbar gar nicht verstand, warum ich keine Zeit hatte. Hey, ich war nicht zum Labern da, das Christkind hätte doch dagewesen sein können.

Nein, es war an diesem Tag nicht da auch nicht an den darauffolgenden Tagen. Ich glaubte schon, dass man mich vergessen hatte. Oder mein Brief einsam und verloren auf irgendeinem Postamt zwischen Hamburg und meinem verträumten nordhässlichen Heimatstädtchen liegt.

Dann war der Samstag da, Wochenende. Einkaufen. Ich komme heim. Ein dicker Umschlag. Ein TK auf dem Frankaturstempel. Die Bewilligung war da. Nun, nur noch einen Termin machen und ab geht’s.

Ich hatte mir einen Aprilscherz erlaubt. Ein neuer Ofen musste her. Lieferzeit zwei bis drei Wochen. Plötzlich ging es sehr schnell. Versandmeldung. Meldung einer Spedition. Dann die Mail des Tages: „Wir haben versucht sie telefonisch zu erreichen…“

Blick aufs Telefon… wann denn, wie denn? Auch die Telefonanlage vermeldete kein Anruf. Ich sah mir die Mail nochmal an und da war der Fehler: Eine 1 in der Telefonnummer wurde verdoppelt. Einloggen im Shop. Da stand noch die richtige Nummer.

Ich fange an zu Schwitzen, der Blutdruck war sicher hoch gegangen. Anruf bei der Spedition: „Die Lieferung ist schon unterwegs, aber da können wir nichts machen. Sie sind nicht der Versender. Nur der kann was an dem Auftrag ändern.“ OK, ich rufe beim Shop an. „Das kann schon mal passieren. Bei Paketen werden die Daten direkt aus dem Onlinesystem übergeben. Frachtsendungen müssen manuell erfasst werden. Ich gebe das weiter, aber bis die Spedition die Info hat, ist die Sendung sicher zugestellt.“

Gebannt sah ich immer wieder auf die Sendungsverfolgung an diesem Morgen. Abterode, Eltmannshausen, Niederhone, Jestädt, Grebendorf… noch 3 Kunden vor mir. Ich fuhr heim. Gleich würde das Glöckchen wieder klingeln. Ihr wisst schon… die Geschichte mit Weihnachten.

Der LKW fuhr ganz langsam vor. „Sind wir hier richtig?“ Während ich mit einem recht dünnen Mann die Formalitäten erledigte – ich musste nur den Ausweis vorzeigen. Schnappte sich ein recht korpulenter Mann – der vom Format nicht ganz in meine Richtung ging – den Herd und ging damit, als ob nichts wäre die Treppe hoch. Ich bildete mir ein das der Typ noch grinste, als er unbeladen wieder runterkam.

Hallo, den letzten Ofen hatte ich ohne Hilfe die Treppe runter gewuchtet. Naja, mehr runter geschubst, nach dem Motto „Viel mehr kann nicht kaputt gehen.“ Und der nimmt das Ding als wenn es eine Hantel im Fitnessstudio ist.

Ich überlege mir noch ne neue Spülmaschine zu bestellen. Und wenn die kommt, setz ich mich heimlich rein. Mal sehen, ob der das Ding dann immer noch so einfach hochbekommt?!

Vom Gewicht tat sich nicht viel. Aber bald kommt ja Bewegung.

Foto: Norbert Beck/Layout: canva

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Norbert Beck

Author: Norbert Beck

Einst war er schlank, man sah es aber nicht. Dann befiehl ihn der Spirit of the Hawk. Nun ist er nur noch Norbert Beck und will eigentlich nur eins: Gesund werden.

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