Du musst… – Ich glaub, ich bin manchmal zu alt für diesen Scheiß…

Als Blogger und Podcaster muss man in den sozialen Medien vertreten sein. Ohne Soziale Medien ist man nichts. OK, das habe ich verstanden, als ich das in einer Gruppe speziell für Blogger gelesen habe. Auch die Nummer mit dem regelmäßig und so, kann man verstehen, aber dann gibt es doch ein paar Sachen, die muss ich nicht verstehen.

Neulich meinte jemand, der meinte mich Beraten zu müssen, mir erklären zu müssen, dass ich einen Businessplan benötige. Ich hatte mal eine kleine eigene Firma, ja da kenne ich die Nummer noch. Es werden wild irgendwelche Projekte avisiert, dann Ziele definiert, an denen man erkennt, dass man Erfolg hatte. Ich kenne Blogger, die fahren dieses große Programm. Dürfen sie auch, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Diesen Jemand entgleiste das Gesicht, als ich ihm erklärte, dass sowohl der Blog und der Podcast nur mein Hobby sind. Ich will kein Geld damit verdienen. Mein Lohn ist es, wenn ich den ein oder anderen zum Schmunzeln bringe, vielleicht ein anderer wieder es mir nachmacht und auf seine Weise in ein schlankeres, gesünderes, vielleicht auch sportlicheres Leben findet.

Dies Du musst Nummer zieht sich Quer durchs Netz…

Ganz ehrlich, so Plattformen wie Instagram. Muss ich die verstehen?

Mir wurde von jemand, der dort sehr aktiv ist, erklärt, dass das was ich auf Instagram machen würde Pipifax wäre. Ich müsse am besten mehrfach am Tag Bilder von mir bringen, wo man sieht was ich gerade hochinteressantes mache. Aber ich müsste dabei im Trend sein. Im Trend sein, heißt man muss für was stehen. Bestimmte Marken deren Klamotten man anzieht, denn andere die einem Folgen das was man macht geil finden und genau dieselben Klamotten kaufen wollen.

Ehm, ich will aber gar nicht, dass ihr mit denselben Klamotten rumlauft, die ich trage. Das fände ich nicht geil, sondern irgendwie sogar eher etwas spooky. Bei Klamotten war ich schon immer ein Individualist und mancher sagte auch Paradiesvogel, wenn man meine früheren Läuferdresses so ansieht. Ich bin kein Markenfetischist, der nur bestimmte Marken kauft. Ich kaufe Sachen, weil ich sie entweder brauche, sie mich interessieren oder ich sie einfach cool finde. Es gibt auch Marken, die ich nicht kaufe, weil ich das was diese machen oder verkörpern, nicht cool finde, die Kaufe ich eben nicht. Aber ich bin kein lebender Verkaufskatalog.

Wenn ich Urlaub machen will, dann ist das an Orten, die mich interessieren. Manchmal habe ich auch eine persönliche Verbindung zu diesen Orten, manchmal fahre ich auch dort hin wegen der Gesundheit und manchmal, weil ich hoffe, was Interessantes zu sehen. Natürlich kann dabei auch der ein oder andere Bericht für meinen Blog oder Podcast entstehen. Besuche ich Messen, ist die dann auch schon mal gezielt für meinen Blog. Aber den Urlaub, so Planen das eine geile Fotostory daraus entsteht, wo ich am Tag mehrfach mein Gesicht in die Kamera halte? Urlaub ist Urlaub und keine Instagram-Story. Aber vielleicht verstehe ich da ja was falsch.

Sehe ich andere Leute, die hier sehr aktiv sind, tun mir diese irgendwie leid. Da werden hunderte Kilometer verfahren, nur wegen diesem einem perfekten Foto, was dann Klicks im 10er-Pack bringt. Ich finde das ganze einfach nur oberflächlich und hat keine wirkliche Tiefe.

Die Betreffenden, werden über jemand wie mich eher schmunzeln. Schließlich haben sie die dicken Verträge und ich nur einen kleinen Blog und Podcast. Wenn dies so ist, habe ich schon gewonnen. Ich habe doch gesagt, dass es mein Lohn ist, wenn ich den ein oder anderen zum Schmunzeln bringe. Und nebenbei bleibe ich ich und somit authentisch.

Dieses Bewerten darin, wie viele Likes, Herzchen oder sowas wer wie wo bekommt, zeigt doch gar nicht, ob ich jemand überhaupt berührt habe. Und ich mag es eh nicht, wenn mir jemand sagt, was ich muss. Aber vielleicht ist es einfach nur so, dass ich für diesen Scheiß, wie er auf Instagram und Co. läuft einfach nur zu alt bin.

Foto: NorbertB eck /Layout & Gestaltung: mit canva/Norbert Beck

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