19. Juni 2026

der transatlantik-flug fällt aus

Eigentlich war alles bereit für den großen Start auf einer US-Plattform. Doch kurz vor dem Upload entpuppte sich der transatlantische Traum als bürokratisches Minenfeld aus US-Steuerformularen und unsichtbaren Buchkatalogen. Warum „Das Tagebuch eines Grenzschreibers“ im letzten Moment den Flug storniert hat, warum der deutsche Buchhandel ohne das magische VLB gar nicht erst anfängt zu suchen und warum Tolino Media am Ende die logische Rettung war, steht im neuen Werkstattbericht auf dem Blog. Ein ungeschönter Blick auf die Hürden des internationalen Selfpublishings.

die paletten-illusion

Tausend Bücher im Keller horten, weil der Druck pro Stück dann billiger wird? Klingt theoretisch nach einem genialen Plan. In der Praxis wird man dadurch aber vor allem eins: unbezahlter Lagerarbeiter, Logistikexperte für Luftpolsterfolie und bester Freund der Postangestellten. Warum die vermeintliche Schnäppchen-Palette im Selfpublishing eine handfeste Falle ist und warum es verdammt befreiend sein kann, die Marge an eine Plattform abzutreten, um sich den bürokratischen Feierabend-Albtraum zu sparen, steht im neuen Blogbeitrag. Ein nüchterner Blick auf den Unterschied zwischen Autorenromantik und Logistik-Realität.

multisite-blues und festzelt-ruhe

Das Experiment WP-Multisite ist krachend auf dem Boden der Realität gelandet. Nach werraland.net und starautogramme.de kündigt nun auch landpirat.de die virtuelle WG und zieht wieder in eine eigene Single-Instanz. Ab kommenden Dienstag wird in der Entwicklungsumgebung aufgeräumt, unnötiger Plugin-Ballast über Bord geworfen und eigener Code ausgerollt. Einziger Haken: Vor dem großen Umzug Anfang Juli steht erst einmal das Johannisfest vor der Tür – und in Eschwege bleibt die Tastatur am Wochenende traditionsgemäß kalt. Warum weniger Zentralisierung am Ende mehr Stabilität bedeutet und weshalb das Festbier absolut Vorrang hat, steht im neuen Werkstattbericht.

die unbarmherzige vier

Wer glaubt, ein Buch zu schreiben bestünde nur aus Geist und Worten, hat die Rechnung ohne die Druckerei gemacht. Mein Manuskript kämpft aktuell gegen die unerbittlichen Gesetze der Buch-Mathematik – und hat eine Punktlandung hingelegt. Warum 435 Seiten reiner Text am Ende exakt 460 Seiten ergeben müssen, wie ein Lektorat trotz Adleraugen eine inhaltliche Doppelung übersieht und warum mein eReader in den nächsten zwei Wochen mein bester Freund wird, steht im neuen Werkstattbericht auf der Website. Ein ungeschönter Blick hinter die Kulissen des Selfpublishings.

warum die ki beim bücherschreiben noch scheitert

Alle schwärmen von der „Wunderwaffe KI“ – angeblich schreibt sie Bestseller auf Knopfdruck. Ich habe es ausprobiert, meine Gems gefüttert und mich mit der Maschine angelegt. Das Ergebnis? Ein digitaler Sturschädel, der lieber Fakten erfindet, als regionale Seele zu zeigen. Wer Ironie, Sarkasmus und echte Geschichte zwischen Werra und Meißner sucht, landet bei der KI meist im digitalen Abseits. Mein Fazit: Die KI ist ein nützliches Werkzeug zum Korrekturlesen, aber den Stift aus der Hand nehmen lassen? Niemals.