Zwischen Kleinvach und Albungen lag einmal ein Dorf: Wettingendorf.
Viel ist davon nicht geblieben. Eigentlich nur ein Gebäude, das heute als Andreaskapelle zu Kleinvach gehört und als Friedhofskapelle genutzt wird. Gleichzeitig gilt es als die alte Dorfkirche von Wettingendorf.
Dass es den Ort gegeben hat, daran besteht wenig Zweifel. Es finden sich Dokumente und Akteneinträge, unter anderem zu einem Fischlehen in der Werra. Doch dann wird es dünn.
Wo genau lag das Dorf? Wo standen die Häuser? Wo sind die Spuren der Menschen, die dort gelebt haben?
Man hat danach gesucht. Gefunden hat man bislang offenbar nichts, was diese Fragen eindeutig beantworten würde.
Das Dorf ist verloren.
Und genau an solchen Stellen beginnt die Welt meines Grenzschreibers Severin Markwart. Er erzählt von einer Region, deren Geschichte voller Lücken ist. Mal stützt er sich auf Überlieferungen, mal auf sein Gedächtnis – und manches will er sogar selbst erlebt haben.
Bleibt nur die Frage: Sind seine Erinnerungen und Akten genauer als das, was wir heute wissen?
Vielleicht sollten wir Severin einfach selbst erzählen lassen.
Geschichten kennen keine Grenzen.
Mein Buch „Tagebuch eines Grenzschreibers“ ist im Buchhandel erhältlich.